SchattenGestalten | 2016

Als Ergebnis meiner Schatten-Spielereien ist folgende kleine Galerie der Schatten-Gestalten entstanden.

Der Schatten. Oft steht er für das Dunkle, Unbewußte, nicht Sichtbare oder Verdrängte. Als Kinder spielen wir noch lustige Spiele mit unseren Schatten. Später verlieren wir das dann aus den Augen.

Genau dieser verspielte Umgang aber spricht mich an. Für meine Schatten-Projektionen suche ich mir die unterschiedlichsten Projektionsflächen aus. Zunächst beim Spazierengehen im Wald oder am Wasser. Da waren Bäume mit einer besonders strukturierten Rinde, Waldböden, die von Laub bedeckt waren oder von Wellen leicht bewegtes Wasser. Manchmal interessieren mich auch starre Untergründe, wie z.B. Spuren im Asphalt, die Sprossen eine Holzbank, Betonwände, an denen etwas Grün rankt. Oder ich kombiniere meine Schatten mit anderen.

Die so entstandenen Handy-Fotos wandle ich dann in Negative um und verändere noch leicht die Tonung. Es sind also keine Collagen, wie manchmal gefragt wird. Durch die Negativ-Technik verbindet sich mein Schatten viel intensiver mit der darunterliegenden Struktur. Genau das macht für mich den Reiz aus. Hier eine kleine Auswahl:

SchattenGestalten | 2016 from KAYA INA on Vimeo.

SchattenSpiel 03

Und noch eine Spielerei mit meinem Schatten. Nietzsche schreibt in dem Gedicht “Der Wanderer und sein Schatten:

Der Wanderer: Ich merke erst, wie unartig ich gegen dich bin, mein geliebter Schatten: ich habe noch mit keinem Worte gesagt, wie sehr ich mich freue, dich zu hören und nicht bloß zu sehen. Du wirst es wissen, ich liebe den Schatten, wie ich das Licht liebe. Damit es Schönheit des Gesichts, Deutlichkeit der Rede, Güte und Festigkeit des Charakters gebe, ist der Schatten so nötig wie das Licht. Es sind nicht Gegner: sie halten sich vielmehr liebevoll an den Händen, und wenn das Licht verschwindet, schlüpft ihm der Schatten nach. (aus Der Wanderer und sein Schatten)

SchattenSpiel 03 from KAYA INA on Vimeo.

SchattenSpiel 02

Hier eine weitere kleine Handy-Spielerei mit meinem Schatten. Diesmal halb Wasser, halb Ufer. Wikipedia meint ja zum archetypischen Schatten u.a. Folgendes: “Die Auseinandersetzung mit dem eigenen Schatten, seine Integration in die Gesamtpersönlichkeit, zählt nach Jung zu den zentralen Aufgaben des menschlichen Reifeprozesses und stellt einen unabdingbaren Schritt auf dem Weg zur Ganzwerdung dar.” ;-)

SchattenSpiel 02 from KAYA INA on Vimeo.

SchattenSpiel 01

Als Stadtmensch empfinde ich es immer als besonders wohltuend, auch mal stille Momente draußen in der Natur, fernab vom Großstadttrubel erleben zu dürfen. Im letzten Sommer war das besonders schön, mal mit Yoga und Dehnübungen direkt an einem kleinen See in den neuen Tag zu starten. Dabei entstand dann diese kleine Handy-Spielerei:

SchattenSpiel 01 from KAYA INA on Vimeo.

SchattenSpiel – Prelude

Letzten Sommer begann ich damit, mich für meinen Schatten zu interessieren. Das Motto des diesjährigen Fotowettbewerbs unserer Hobby-Fotografen-Runde lautet “Licht” und da wo Licht ist, da ist bekanntermaßen auch Schatten. Lt. Duden ist der Schatten jener Bereich, der hinter einem undurchsichtigen Körper von einer Lichtquelle (der Sonne) nicht getroffen wird und daher dunkel ist. Das Dunkle also oder nach C.G. Jung das Unbewußte und Verdrängte liegt im Schatten. Und so begann ich damit bei meinen zahlreichen Waldspaziergängen und Natur-Meditationen ganz bewußt auch meinen Schatten mit einzubeziehen, indem ich ihn mir zunächst einmal nur ansah und ein paar Videoaufnahmen mit meinem Handy machte.

SchattenSpiel 00 from KAYA INA on Vimeo.

Spaziergang um den Straussee

Der Wetterbericht zeigte für Berlin und Umgebung einen Wolken-Sonne-Mix an und so entschied sich die Köpenicker Wandergruppe am letzten Wochenende kurzerhand für einen Ausflug nach Strausberg. Geplant war eigentlich Brandenburg (die Stadt) aber dort sollte es durchgängig regnen. Also dann eben Brandenburg ein andermal…

Bei sonnigem Herbstwetter liefen wir an der alten Stadtmauer vorbei, kehrten kurz beim Griechen ein und wanderten dann um den Straussee (naja nicht ganz – aber wir kommen wieder). Der Straussee hat wirklich wunderbare Badestellen. Obgleich langsam der Herbst Einzug hält mit etwas kühleren Temperaturen, gab es doch noch einige Badelustige. Die Tour um den Straussee eignet sich übrigens auch wunderbar für eine Radtour, wie bei Tine im Blog beschrieben.

Normalerweise kann man auch die elektrisch betriebenen Personenseil-Fähre nutzen. Diese wird jedoch generalüberholt und ist daher einige Wochen außer Betrieb.

Erstaunt bin ich immer wieder über die farbenfrohen Fotos, die mein Handy macht. Da braucht man wirklich keinen schweren Fotoapparat mehr mitschleppen:

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© Fotos: Ina Müller-Schmoß